DEN EIGENEN SCHATTEN ÜBERWINDEN

Bilderquelle: www.fotopraxis.net
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In unserer menschlichen Seele gibt es das ICH, (d.h. unsere Persönlichkeitsanteile, die uns be- wusst sind) und den SCHATTEN in unserem Un- terbewusstsein (d.h. alles, was wir verdrängen oder uns nicht eingestehen wollen oder alle Anlagen, die wir nicht frei entwickeln können bzw. wollen.

 

Unterdrücken wir unseren Schatten oder schen-

ken ihm keine Beachtung, führt er ein verwahr-

lostes Dasein und macht sich irgendwann be- merkbar, z.B. durch starke Träume oder eine Projektion auf andere. Es kann auch passieren, dass wir Dinge tun, die wir eigentlich unter- drücken wollen.

 

Um das zu verhindern, müssen wir den Schat- ten integrieren und sehen lernen. Er ängstigt uns und zeigt, was wir lieber nicht sind und doch müssen wir ihn annehmen, da er Teil von uns ist.

Der eigene Schatten kann sich in vielfältiger Form zeigen, z.B. durch Eifersucht, Neid, Miss- gunst, Sucht, Kontrollgefühl, Angst, Unstruk-tur- iertheit, Wut, Teilnahmslosigkeit, Unruhe, Zorn, Panik, Hitzköpfigkeit, Gefühlslosigkeit, u.v.m.

 

Oft nehmen wir unseren Schatten nicht wahr, bzw. tut unser Ego alles dafür, um ihn klein zu reden oder komplett zu verdrängen.

Zu beobachten ist dies, wenn wir mit anderen Menschen in längere Streitigkeiten geraten und den eigenen Anteil an den Unstimmigkeiten wegschieben, indem wir die alleinige Schuld auf den Konfliktpartner schieben.

Wir sind sozusagen betriebsblind für die Schat-

ten in uns wobei andere Menschen sie schneller in uns sehen, als wir selbst.

 

Meist tragen wir zahlreiche Schatten in uns, die sich unterschiedlich zeigen, je nachdem, was unsere Seele erlebt und abgespeichert hat. Dies muss nicht nur aus diesem Leben kommen.

 

Neben unseren eigenen Schatten, die für jeden unterschiedlich auftreten, gibt es den kollek- tiven Schatten. Dies sind Anteile, die eine ganze Gesellschaft verdrängt, z.B. Kriegsschuld. Oft tragen Nachkommen bis zu sieben Generation- en daran mit, ohne es selbst bewusst zu wis-

sen.

 

Um an den eigenen Schatten zu arbeiten, braucht es zunächst Mut, sich Ihnen zu stellen,

z.B. bei einer systemischen Aufstellung. Hier finden sich Erkenntnisse, warum wir diese Schatten tragen und so können wir sie zulassen und integrieren. Oft zeigt sich ein Schmerz in der Seele.  Wenn wir durch diesen gegangen sind, wird Heilung möglich.



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